Die Beiträge für die private Berufsunfähigkeitsversicherung setzen sich aus einer Reihe verschiedener Kriterien zusammen. Eine pauschale Beitragsgestaltung ist nicht möglich, da in erster Linie die persönlichen Merkmale des Versicherten eine Rolle spielen.

Gesundheitsprüfung bestimmt Beiträge

Zusammen mit dem Antrag erhält der Versicherte im Rahmen der Gesundheitsprüfung einen Fragebogen mit Gesundheitsfragen. Dort fragt der Versicherer nach  eventuellen Vorerkrankungen der letzten fünf Jahre. Liegen Vorerkrankungen vor, schätzt der Versicherer das individuelle Risiko einer Berufsunfähigkeit ein. Manchmal reichen ihm die Angaben der Gesundheitsprüfung nicht und er fordert zusätzlich bei den Ärzten des Versicherten Berichte an.

Danach hat er verschiedene Möglichkeiten. Er kann den Vertrag trotz der Vorerkrankungen zum normalen Beitrag akzeptieren. Alternativ kann er jedoch einen Risikozuschlag auf die Beiträge erheben oder eine Ausschlussklausel vereinbaren. Wird der Versicherte dann aufgrund der Vorerkrankungen berufsunfähig, muss die Versicherung durch die Ausschlussklausel keine Leistungen erbringen. Ist das Risiko für den Versicherer zu hoch, kann er die Annahme der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung auch vollständig ablehnen.

Richtige Höhe der Leistung festlegen

Die private Berufsunfähigkeitsversicherung macht nur dann Sinn, wenn der Versicherte die Höhe der Leistungen richtig festlegt. Die Höhe der Leistungen sollte mindestens 80 % des Nettoeinkommens entsprechen. Je höher der Versicherte die späteren Leistungen wählt, desto höher fallen die Beiträge für die private Berufsunfähigkeitsversicherung aus.

Neben den Leistungen und der Gesundheitsprüfung spielen noch weitere Punkte eine Rolle bei der Festlegung des Beitrages. Das Eintrittsalter macht dabei einen erheblichen Teil aus. Je jünger der Versicherte ist, desto günstiger ist der Beitrag. Ist der Vertrag einmal abgeschlossen, bleibt er dauerhaft günstig. Junge Menschen haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie noch wenige Vorerkrankungen haben. Auch das macht sich in den Beiträgen bemerkbar. Das Geschlecht und der Beruf bestimmen ebenfalls die Beiträge. Übt der Versicherte einen riskanten Beruf aus, kann die Versicherung Zuschläge auf die Beiträge erheben. Ebenso können „gefährliche Hobbys“ ins Gewicht fallen.